Klassismus – die Diskriminierung aufgrund sozialer Herkunft – ist im deutschen Kulturbetrieb bislang kaum thematisiert. Dabei prägt soziale Klasse entscheidend, wer Zugang zu kulturellen Räumen erhält, wer künstlerische Bildungswege einschlagen kann und wer langfristig im professionellen Feld bleibt.
Die Handreichung beleuchtet Klassismus als strukturelles Phänomen in der klassischen Musik. Sie analysiert kulturelle Normen, Bildungslogiken und institutionelle Mechanismen, die soziale Ungleichheit reproduzieren, und richtet sich an Kulturschaffende, Ensembles, Institutionen und Fördernde. Ziel ist es, soziale Herkunft als relevante Strukturkategorie sichtbar zu machen und erste Impulse für einen gerechteren Kulturbetrieb zu geben.
Nachhaltigkeit im Touring der freien Musikszene
Das Handout „Nachhaltigkeit im Touring der freien Musikszene“ gibt praxisnahe Impulse, wie freischaffende Musiker:innen und Ensembles Tourneen ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltiger gestalten können – auch unter begrenzten Ressourcen.
Zwischen Bühne und Familie: Ein Raum für Austausch
Das Handout „Zwischen Bühne und Familie“ greift zentrale Fragen zur Vereinbarkeit von Musikberuf und Care-Arbeit auf. Es bündelt Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze aus einem offenen Austauschformat und stärkt Vernetzung, Sichtbarkeit und solidarische Unterstützung innerhalb der freien Musikszene.
Dein Anliegen, deine Wirkung
Das Handout „Dein Anliegen, deine Wirkung“ gibt eine Einführung in kulturpolitische Entscheidungsprozesse und zeigt, wie Musiker:innen und Kulturschaffende ihre Anliegen klar formulieren und wirksam in politische Diskussionen einbringen können.
Ensemblemanagement Basics
Das Handout „Ensemblemanagement Basics“ vermittelt grundlegendes Wissen zum Aufbau, zur Organisation und zur nachhaltigen Entwicklung freier Ensembles. Es richtet sich an Musiker:innen und Ensembleleitungen und bietet praxisnahe Orientierung zu Rechtsformen, Finanzierung, Rollenverteilung und interner Kommunikation.
Kunst fair bezahlt – Das Verhandlungs-1×1 für selbstständige Musiker:innen
Das Handout fasst zentrale Inhalte des Workshops „Kunst fair bezahlt – Das Verhandlungs-1×1“ zusammen und bietet praxisnahe Orientierung für Honorarverhandlungen im freien Musikbetrieb. Es unterstützt Musiker:innen dabei, ihre Leistungen realistisch zu kalkulieren, eigene Ziele zu definieren und selbstbewusst in Verhandlungsgespräche zu gehen.
Seit 2018 setzt sich FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e. V. (FREO) als Netzwerk und politisches Sprachrohr für die Anliegen der freien Klangkörper ein. Dabei stellen wir uns auch der Herausforderung, Lücken in der Daten- und Informationslage zu schließen. Denn obwohl freie Klangkörper seit mittlerweile über 40 Jahren die Musiklandschaft in Deutschland und im internationalen Raum entscheidend prägen, ist immer noch viel zu wenig über sie bekannt: In welchen Genres bewegen sie sich? Wie groß sind sie? Wo verorten sie sich und wo treten sie auf? Wie setzen sich ihre Mitgliederstrukturen zu-sammen? Welche Rechtsformen überwiegen? Welche Rollen spielen die Musiker:innen und wie werden künstlerische und organisatorische Ent-scheidungen getroffen? Wer übernimmt welche Aufgaben? Wie finanzieren sie sich? Und mit welchen Herausforderungen sehen sie sich in ihrem Arbeitsalltag konfrontiert?
Die Grundlagenstudie »Freie Ensembles und Orchester in Deutschland – Charakteristika einer vielfältigen Landschaft« basiert auf den Daten einer deutschlandweiten Online-Umfrage, an der 450 freie Ensembles und Orchester teilgenommen haben. Damit liegt uns erstmals umfassendes Datenmaterial zu den freien Klangkörpern in Deutschland vor. Diese Kurzfassung greift einige zentrale Ergebnisse auf und präsentiert diese in Bildern und Diagrammen.
Der Kurzbericht der Evaluation des Förderprogramms NEUSTART KULTUR "Erhalt und Stärkung der Infrastruktur für Kultur in Deutschland - Freie Musikensembles" fasst die zentralen Ergebnisse und die daraus resultierenden Erkenntnisse der Evaluation zusammen.
Das Förderprogramm NEUSTART KULTUR „Erhalt und Stärkung der Infrastruktur für Kultur in Deutschland – Freie Musikensembles“ war während der Corona-Pandemie aufgesetzt worden, um die Vielfalt und Qualität der kulturellen Infrastruktur in Deutschland dauerhaft zu sichern und zu erhalten. In der Evaluation, die der Deutsche Musikrat in Kooperation mit FREO - Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V. in Auftrag gegeben hat, wurde die Strukturqualität sowie die Ergebnisqualität der Förderung untersucht.
Zum Netzwerktreffen „The Great Learning“ kamen am 5. Juni rund 150 Teilnehmer:innen in die Betonhalle des silent green Kulturquartier in Berlin um über die Zukunft der Ensemble- und Bandförderung in Deutschland zu diskutieren. Zu diesem Austausch hatte der Musikfonds in Kooperation mit FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V. und dem Podium Gegenwart des Deutschen Musikrates eingeladen. Lena Krause, Geschäftsführerin von FREO e.V., stellte in ihrem Impuls zu Beginn der Veranstaltung einige zentrale Ergebnisse der Evaluation des NEUSTART KULTUR Ensembleprogramms vor.
Diese Broschüre ist eine alternative Dokumentation der vom FREO e.V. veranstalteten Tagung "Vom Projekt zum Prozess: Wie gelingt mehr Strukturförderung für freie Klangkörper?" am 10. Oktober 2023 in Berlin. Im Rahmen von Inputs, Workshops und Diskussionsrunden mit Impulsgeber*innen aus Deutschland und europäische Nachbarländern wurden Eindrücke gesammelt sowie neue Perspektiven entwickelt.
Parität in der Szene der freien Ensembles und Orchester? Ausgehend von der Position der Dirigent*innen setzt sich Lena Krause in diesem Interview für die Publikation „Dirigent*innen im Fokus. Warum klassische Musik fundierte Machtkritik braucht.“ mit der Frage auseinander, welche Rolle Themen wie Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit bei freien Klangkörpern spielen. Dabei benennt sie persönliche und branchenspezifische blinde Flecken und Herausforderungen genauso wie positive Beispiele und bringt die Fragestellung mit den spezifischen strukturellen Charakteristika freier Klangkörper in Verbindung. Das Interview führte Hannah Schmidt.
„Was ist ein freies Ensembles?“ – Tobias Rempe geht in seinem Impuls der Frage nach, wie sich freie Ensembles als Organisationen und als Landschaft beschreiben lassen. Dabei wirft er einen Fokus auf Attribute, die eher von innen sicht- oder spürbar sind: Motivation, Innovation und Emanzipation.
Ausgehend von ihrem Verständnis des Begriffs Agilität, geht Lena Krause in diesem Interview auf die spezifischen Organisationsformen freier Klangkörper ein, in denen verschiedenste Ausprägungen agilen Arbeitens zur Selbstverständlichkeit gehören.
Was macht eine Interessenvertretung für freie Klangkörper? Wo kommt sie her, wie ist sie organisiert und welche Themen vertritt sie?
Die von FREO e.V. in Auftrag gegebene Studie "Die deutsche Orchesterlandschaft. Kulturförderung, Interessenorganisation und Arbeitsbedingungen seit 1900" widmet sich der Entstehung und Entwicklung der deutschen Orchesterlandschaft seit 1900.
Der Beitrag im Jahrbuch für Kulturpolitik 2021/2022 der Kulturpolitischen Gesellschaft widmet sich dem Status quo von Nachhaltigkeitsthemen in der Landschaft der freien Ensembles und Orchester.